
Manchmal erscheint es mir, als hätte man nach mehr als drei Jahrzehnten schon alles gesehen und erlebt beim Boule.
Es ist Freitag, der 3. Juli 26. Auf dem Rathenauplatz wird ausgeworfen. Scholti und Walter spielen zusammen: gegen Uschi und Schorch.
Wie es scheint, beginnt somit ein ganz normaler Boule-Nachmittag.
Erste Aufnahme:
Walter fängt an, legt drei Asse in Folge, die nacheinander drei mal mit einem flachen Karo-Schuss von Schorch entfernt werden. Die drei Kugeln von Schorch liegen danach aufgereiht etwa 20 cm hinter dem Schweinchen. Walters Kugeln laufen derweil allesamt gegen das Mäuerchen und sind somit aus.
Dann ist Scholti am Zug. Er legt ebenfalls drei Asse vor und neben das Schweinchen. Jedes Mal besser als die engste Kugel von Schorch. Auch hier erfolgt nun ein Karo-Schuss nach dem anderen (diesmal auf Eisen) von Uschi, wobei wieder alle Kugeln des Gegners im Aus landen.
Juchhuuu! R O Y A L !!!!!!
Am Schluss liegen alle sechs Kugeln von Uschi und Schorch wunderbar aufgereiht wie an einer Perlenkette kurz hinter der Sau. Ein herrliches Bild. So klar und deutlich. So schnell. Kein Messen, keine Diskussion, da sich ja kein gegnerisches Eisen mehr auf dem Spielfeld befindet.
6 : 0 nach Aufnahme Eins. Es dauert wenige Momente, bis alle realisiert haben, was hier gerade passiert ist – wohl auch, weil es so selbstverständlich schien.
Getragen von diesem Hochgefühl gewinnen Uschi und Schorch dieses Spiel schlussendlich auch hoch verdient mit 13 : 3.
